Wasser Fakten

Die UN-Entwicklungsziele

Im Jahr 2000 einigten sich 189 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen auf acht Entwicklungsziele, die bis zum Jahr 2015 erreicht sein sollten. Eines dieser Ziele sah unter anderem vor, dass der Anteil jener Menschen eines jeden Landes, die keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trink- und Abwasser haben, zumindest halbiert werden müsste.

Bolivien hat das Ziel der verbesserten Trinkwasserversorgung erreicht. Bis 2015 musste der Andenstaat seine Versorgungsquote auf 78,5 Prozent erhöhen, was schon deutlich vor der Frist geschafft war. Die Bemühungen durch die Regierung Morales und die Hilfe zahlreicher internationaler Organisationen trugen Früchte. Seitens der Regierung waren insbesondere die aufeinanderfolgenden Programme unter dem Titel „ Más Inversiones en Agua“ (Mehr Investitionen für das Wasser) maßgebend.

Nach Analysen von Weltbank und UNICEF hatte im Jahr 1990 noch jeder zweite Bolivianer kein Trinkwasser in seinem Haus. Heute haben vier von fünf Bolivianer diesen Zugang. Aber trotz dieser beachtlichen Fortschritte leben noch immer zwei Millionen Bolivianer ohne sauberes Wasser.

Was den Zugang zu Abwasser angeht, ist das Land weniger erfolgreich. Von den elf Millionen Bolivianern hat knapp die Hälfte keinen Anschluss zu einem funktionierenden Abwassersystem. In den ländlichen Gebieten liegt diese Quote noch deutlich höher, dort mangelt es drei Viertel aller Menschen an separaten Toilettenräumen.

Weltweit haben zwischen 1990 und 2012 zwei Millionen Menschen verbesserten Zugang zu Trinkwasser erhalten, sodass das UN-Entwicklungsziel zumindest in Bezug auf Trinkwasserversorgung fünf Jahre vor Ablaufen der Frist erreicht wurde.